Barhocker – ausgefallen und dennoch bequem

Längst sind Barhocker nicht mehr nur in Bars, Kneipen oder Diskotheken zu finden, wo es meist nur wenig Platz gibt, aber dennoch Sitzgelegenheiten benötigt werden. Barhocker sind platzsparend und dennoch bequem.

Mittlerweile hat sich der Barhocker zu einem gern genutzten Möbelstück für die Wohnung entwickelt. Sei es für den Küchentresen, die Kellerbar oder auch für die heimische Bar im Wohn-/Esszimmer. Aus diesem Grund werden heute Barhocker mit zahlreichen Zusätzen angeboten, wie Rückenlehne, Armlehne und mehr. All das gibt es bei dem ursprünglichen Barhocker nicht, der eher eine sehr schlichte und einfache Konstruktion – zumeist aus Holz – war.

Was genau ist ein Barhocker?

Der Barhocker ist ein Sitzmöbel und interessant ist es, dass dieses bereits vor 5.000 Jahren seinen Ursprung hat. Die Merkmale eines Barhockers sind zum einen das schlanke Design und zum anderen die Sitzhöhe. Mit etwa 80 Zentimeter sitzt man auf einem Barhocker weitaus höher als auf einem herkömmlichen Esszimmerstuhl. Viele moderne Barhocker sind höhenverstellbar, sodass die Höhe zwischen 60 und 85 Zentimeter variiert.

Das ist praktisch, da so die Sitzhöhe nicht nur an die unterschiedlichen Tischhöhen angepasst werden kann, sondern auch an die eigene Körpergröße. Des Weiteren kommen bei den modernen Barhockern noch leichtgängige Verstellmechanismen und passende Hebel zum Einsatz ebenso wie Gasfedertechnik. Es ist üblich, dass etwa ab einem Drittel des Hockers eine Querstrebe sitzt, wo bequem der Fuß drauf abgestellt werden kann.

Die Geschichte des Barhockers

Es gab fast seit Menschengedenken Sitzmöbel. Die klassischen Stühle gab es bereits vor vielen tausenden Jahren und sie wurden mit der Zeit immer kunstvoller und schöner. Im neuen Zeitalter wurde dann der Wunsch nach Funktionalität, Komfort und Schlichtheit immer größer, sodass die modernen Stühle wiederum einfacher wurden. Der Barhocker hat seinen Ursprung im alten Ägypten – also vor mehr als 5.000 Jahren.

Der Barhocker wurde zu dieser Zeit für zwei Aufgaben genutzt: als eine Art Podest für Skulpturen und zudem als bescheidener Sitzplatz von Handwerkern während ihrer Arbeit. Noch heute kommen die Barhocker in zahlreichen Handwerksbetrieben zum Einsatz, da sie flexibel und praktisch sind. Doch besonders im Jahr 1400 wurde der Barhocker zu einem italienischen Renaissance-Symbol.

Da die Hocker als sehr bescheidene Sitzplätze angesehen und dazu sehr unbequem waren, verwendeten nur die unteren Gesellschaftsschichten diese Sitzmöbel. Der Barhocker wurde hingegen von den höheren Klassen und reichen Menschen genutzt, da er bequem, edel und hochwertig war. Im Frankreich des 18. Jahrhundert nutzten die Hausangestellten den Hocker, um sich beim Adel niederzulassen, aber auch dieser entdeckte schnell das Möbelstück für sich und erweckte es zu neuem Leben. Sie furnierten die Barhocker, gravierten sie mit Familieninitialen und ließen sie aus edlen Materialien sowie wertvollen Holz herstellen. Im 20. Jahrhundert fand ein neuer Umschwung statt.

Nun kam nicht nur Holz zum Einsatz, sondern auch Metall. Besonders verchromter Edelstahl war und ist noch heute sehr beliebt. Die Beine wurden reduziert und es kam zur Einführung der Fußablage. Barhocker werden heute in den unterschiedlichsten Varianten angeboten, die sich sowohl an den Modellen der Vergangenheit orientieren, aber sich ebenso von der Zukunft inspirieren lassen.

Die unterschiedlichen Arten der Barhocker

Im Laufe der Zeit haben sich immer mehr Arten von Barhockern entwickelt. Hier einmal eine kurze Übersicht:

Der Barhocker ohne Lehne

Er ist praktisch das klassische Modell und ist mit einem klassischen Hocker vergleichbar. Zumeist gibt es nur eine Sitzfläche, wobei dieser Bereich sehr unterschiedlich ausfallen kann: von Leder über Stoff bis hin zu Kunststoff. Ein Barhocker ohne Lehne ist sicherlich nicht die bequemste Variante, doch dafür ist er günstiger. Diese Modelle sind fürs kurze Sitzen vollkommen ausreichend.

Vorteile Nachteile
Günstig in der Anschaffung Von der Optik sehr einfach
Ideal fürs kurze Sitzen Eher unbequem
Vielfältige Auswahl  

Der Barhocker mit Lehne

Im Handel werden immer mehr Modelle mit Rückenlehne angeboten und auch Armlehnen sind gefragt. Der große Vorteil dieser Barhocker ist, dass sie durch ihre Lehne weitaus bequemer sind. Des Weiteren erhält der Rücken eine geringe Unterstützung und das tut ihm gut. Eben aus diesem Grund gelten die Barhocker mit Lehne als besonders komfortabel und hochwertig. Zudem kommt hinzu, dass diese Modelle sehr elegant wirken und den Wohnbereich entsprechend aufwerten. Allerdings steigt hier der Preis sowie das Gewicht.

Vorteile Nachteile
Sehr bequem gegenüber dem „normalen Modell“

Der Rücken wird beim Sitzen unterstützt

Wirken hochwertige

Schwer

Teurer in der Anschaffung

Die höhenverstellbaren Barhocker

Die höhenverstellbaren Barhocker finden immer mehr Fans. Der Vorteil dieser Modelle ist, dass per Hebel oder Knopf problemlos die Höhe verstellbar ist. Praktisch ist das, wenn große Menschen im Haushalt leben und sie den Barhocker anpassen möchten. Dazu gibt es viele unterschiedliche Designs, wie bspw. mit Lehne, aus Leder oder nur einem Standfuß. Der Nachteil ist, dass diese Modelle weitaus teurer sind.

Vorteile Nachteile
Praktisch aufgrund der Höhenverstellung

Diverse Designs

Teuer in der Anschaffung

 

Worauf achten beim Kauf eines Barhockers?

Ein Barhocker sollte sich nicht nur durch seine geringen Abmessungen auszeichnen, sondern es ist wichtig, dass er höhenverstellbar ist, sodass es möglich ist, ihn an jedem Tresen, jeder Theke oder Tisch zu integrieren. Es sollten zwischen der Sitzfläche und dem Tisch rund 35 Zentimeter Freiraum vorhanden sein, damit die Beine einen entsprechenden Freiraum erhalten.

Dazu sollte sich der Barhocker um 360 Grad drehen lassen, da es so möglich ist, einfach und bequem auf den Hocker platz zu nehmen oder herunter zu kommen und das ohne sich durch enge Bereiche zwängen zu müssen. Des Weiteren ist zu beachten, dass die drehbaren Hocker zumeist nur über ein Standbein verfügen und damit weniger Standfestigkeit aufweisen, als die Barhocker mit vier Beinen.

Ebenso wichtig wie die Gestaltung des Barhockers ist das Material. Beide Aspekte sollten sich bestens in die bereits vorhandene Inneneinrichtung des Raumes anpassen. Wenn es um die Gestaltung geht, gibt es viele Freiheitsgrade, in Hinsicht auf Farben und Materialien. Ob Kunststoff, Leder oder Stoff – es gibt für jeden Wunsch das Passende.

Die führenden Hersteller

Wer beim Kauf nicht von Laden zu Laden laufen möchte, der kann auf Hersteller zurückgreifen, die für die Qualität und Hochwertigkeit ihrer Barhocker bekannt sind.

  • WOLTU
  • Songmics
  • Kronenburg
  • CLP
  • Langria
  • iKayaa
  • Deuba